CinePaint – 16-bit Bildbearbeitung. Von der Kamera zum Druck
Der obere Regler ist zugleich der wichtigste. Er beeinflußt die Helligkeit im Bild.
Das korrigierte Bild wird für CinePaint als 16-bit Tiff gespeichert.
Anschliesend kann es in CinePaint geladen werden.All die im vorigen Kapitel genannten Eigenschaften sind ohne das Zusammenwirken mit anderen Programmen und Entwicklern nicht realisierbar. Ich möchte deshalb die Projekte benennen und ihre Fähigkleiten, die sie ausserhalb CinePaint's zum Teil noch stärker entfalten etwas beschreiben.
Scribus integrierte als eines der ersten quelloffenen, frei erhältlichen Programme Farbmanagement in einer interaktiven Oberfläche. Es ist für die Gestaltung von Layouts für Druckerzeugnisse, wie Faltblätter und kleineren Zeitschriften, geeignet. Die PDF Ausgabe ist für Druckereien konzipiert. CinePaint lässt sich unter "Externe Hilfsprogramme" als Bildbearbeitungsprogramm voreinstellen - "cinepaint-remote"
Das Einladen von PDF's ist möglich falls Ghostscript installiert wurde. Die Version 8.50 oder höher wird empfohlen. Ghostscript wird vielfach seiner Lizens wegen unter BSD/Linux eingesetzt. Es kann als RIP konfiguriert oder das Rastern von PDF/EPS Vektordaten genutzt werden.
Farbumwandlungen finden mit Hilfe der kleinen Bibliothek littleCMS statt. Lcms, wie es auch oft genannt wird, kommt mit einer Reihe von Kommandozeilenwerkzeugen. Ein Profilierer mit Namen LProf leitet sich aus dem Projekt ab.
ICC Profilprüfung und Farb-und Farbhülldarstellung ist aus CinePaint heraus mit ICC Examin möglich. Es wird im Kapitel Ansicht der Farben und Farbräume noch ausfühlicher beschrieben.
Kalibration und Profilierung erfolgen mit ArgyllCMS. Ein Plugin befindet sich in Planung. Argyll bietet eine 3D Ausgabe von Farbprofilhüllen, welche von ICC Examin genutzt werden. ArgyllCMS besteht aus einer Vielzahl von Kommandozeilenprogrammen. Es ist ein vollkommen autonomes Farbmanagementsystem, welches neben der Unterstützung von geeigneten Messgeräten, die Gerätekalibrierung und-profilierung, Farbumwandlungen und die Erzeugung vieler Profilvarianten unterstützt. Viele bisher seltene Verfahren warten auf den experimentierfreudigen geneigten Nutzer.
Hardproofing ist durch das Gutenprint Projekt, vormals gimp-print, in einer sehr guten Qualität möglich.
DCraw wurde in einem vorherigen Kapitel bereits ausführlich besprochen.
CinePaint wird in seiner auch als FilmGimp genannten GTK basierenden Version unter osX und anderen Unixen, wie BSD , Solaris und Linux, unterstützt.
CinePaint kann in einem Terminalfenster von der Kommandozeile durch Eingabe von cinepaint gestartet werden. Unter KDE können Sie CinePaint auch aus dem Kontextmenü heraus über
Graphik −> Bildbearbeitung −> Cinepaint
aufgerufen.
Mit der Installation der am Anfang genannten RPM-Softwarepakete stehen CinePaint die oyranos-ICC-Profile bereits zu Verfügung. Möchten Sie zusätzliche ICC-Profile nutzen und wird Oyranos von Ihrer Version micht unterstützt, müssen Sie diese CinePaint bekanntmachen.
Dies geschieht, indem Sie im Menü unter
Datei > Voreinstellungen > Verzeichnisse im Menüpunkt "ICC-Profileordn."
die Verzeichnisse durch Doppelpunkt getrennt anhängen, die die zusätzlichen Profile enthalten. Danach muß CinePaint neu gestartet werden, um die Profile nutzen zu können.
Damit die installierten Adobe-Profile zu Verfügung stehen, ergänzen Sie die ZeileSie wollen eine vorhandene Bilddatei in einen druckreifen Zustand überführen. Dazu können Sie eine beliebige Bilddatei in den unterstützten Formaten verwenden. Die Bilddatei kann bereits in Druckfarben vorliegen oder erst in CinePaint separiert werden. Der Farbraumname wird in der Fensterleiste angezeigt und kann somit überprüft werden.
Da der Druckfarbraum Cmyk zumeist als ein endgültiges Format betrachtet wird sind weitere Eingriffe eher unerwünscht. Solche Dateien sollen in der Regel nur noch geprüft werden. Dies wird im Kapitel Druck ausführlicher behandelt.
Im folgenden Beispiel werden von einem rohen unbearbeiteten Bild ausgehend, die einzelnen Arbeitsschritte vom Laden in CinePaint, über kleine Retuscheeingriffe und die Vorbereitung zum Druck beschrieben.
Zunächst bewegen Sie Ihre gewählte Bilddatei mit drag&drop auf das CinePaint-Icon unter osX oder unter KDE rufen CinePaint aus dem Kontextmenü heraus auf. Drag&drop ist unter Gnome möglich.
Normalerweise erhält ein Bild während der Erstellung ein Farbprofil zugewiesen. Im rawphoto PlugIn ist dies leider nicht der Fall. Es muß nachträglich zugewiesen werden. Vom oberen Menü des Bildes wählen Sie unter "Bild" den Eintrag "ICC Profil zuweisen...". Der Dialog zur Auswahl des Bildprofiles erscheint. Hier muss das Geräteprofil gesetzt werden.
Alternativ kann in CinePaint's Voreinstellungen ein Standard für Bildprofile gesetzt werden (Menü: "Datei" > "Voreinstellungen..." > "Farbmanagement" > "Vermutetes Farbraumprofil:"). Dies ist sinnvoll, wenn beispielsweise viele Bilder ohne eigenes Profil mit der selben Herkunft beim Laden ein Profil zugewiesen bekommen sollen.

Links das geladene Bild im Farbraum der Kamera. Die Farbkorrektur für den Monitor ist aktiviert. Dies sollte die Regel sein.
Geräteprofile sollen in der Regel Ungleichmäßigkeiten ausgleichen. Damit sind sie aber selber nicht gleichförmig. Dabei wächst die Grauachse nicht proportional mit der Intensität der einzelnen Farbkanäle. Manipulationen bringen damit, wie sie im Beispiel angewendet werden sollen, unerwünscht ungleichmäßige Farbverschiebungen mit sich. Die Konvertierung in einen Editierfarbraum erscheint dewegen unumgänglich.
Editierprofile sind solche mit einer proportionalen Intensitätszunahme entlang der Grauachse. Bekannt sind sRGB, ECI-RGB, LStar-RGB, Adobe-RGB oder CIE-RGB.
Vorbereitung: Im Bildmenü (die Menüleiste über dem Bild) "Bild" > "Konvertiere mittels ICC Profil..." wählen und das Bild in einen neuen Farbraum umwandeln. Dies sollte unbedingt geschehen, da Gerätefarbräume (wie mit dem Kameraprofil eben zugewiesen) oft schlecht zum Editieren geeignet sind. Ich wähle wie bei UFraw den LStar-RGB Farbraum.
Anschliesend nehmen wir individuelle Anpassungen im "Werte" Dialog vor (Bildmenü: "Bild" > "Farben" > "Werte"). Hier lassen sich der Weisspunkt und der Schwarzpunkt korrigieren. Die Pipettenwerzeuge erlauben ein intuitives Arbeiten. Diese Arbeitsweise verspricht gleichzeitig den größten Erfolg. Anschliesend kann für schwierige Lichtsituationen noch ein Graupunkt gesetzt werden.
Wichtig ist die Auswahl geeigneter Flächen im Bild für das Setzen der jeweiligen Korrekturpunkte mit den Pipetten. Das Histogram hilft mit seiner Anzeige der Helligkeitsverteilung die hellsten und dunkelsten Stellen im Bild zu finden. Übrigens kann bei kleineren Bildern eine Pipette mit gedrückter Maustaste über die verschiedenen Regionen des Bildes geführt werden, und zeigt dann die unterschiedlichen Wirkungen im Bild sehr schnell an.
Durch klicken auf "Ja" beenden wir den Dialog.
Das Ergebnis, hier gezeigt im Vergleich zum Ergebnis aus Ufraw.
Links kalibriert und mit Weißpunktkorrektur in CinePaint, rechts aus Ufraw importiert:![]() |
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Eine sehr schöne Editiermöglichkeit bietet der Kurvendialog im Lab Modus. Die Farbsättigung kann dort eingestellt werden. Dazu wandeln wir das Bild nach dem CIE*Lab Farbraum. Dieser wahrnehmungsmäßig gleichabständige Farbraum erlaubt Manipulationen, die unserem menschlichen Sehempfinden nahe kommen. Die Umwandlung erfolgt wie bereits oben beschrieben. Der unterhalb der Profilauswahl befindliche Wähler für die Übertragungsfunktion "Rendering Intent" wird auf "Relative Colorimetric" eingestellt. Erläuterungen zu dieser Einstellung finden sich im Abschnitt Druck. Damit wird dem littleCMS Farbmodul (lcms) mitgeteilt, die Farben möglichst ohne Streckungen umzuwandeln.
Nun die Sättigung korrigieren. Dazu wird der Kurvendialog gebraucht. Er befindet sich einen Menüpunkt über dem Eintrag für den "Werte" Dialog:
Bild > Farben > KurvenIn der oberen Auswahl bitte Sättigung ("Sättigung") einstellen. Durch das Ziehen an der Kurve wird die Sättigung verändert. Die Helligkeit wird mit der, ebenfalls im oberen Wähler einstellbaren, "CIE Lightness" Kurve für die dunklen Bildpartien angepasst. Diese Manipulationsmöglichkeit gibt es nur für Bilder im Lab Farbraum.
Voraussetzung für den Druck auf einem angeschlossenen Drucker unter CinePaint ist ein installiertes Gutenprint ab Version 5.0.0rc1.
Für die Separation in einen 4-Kanal Farbraum (CMYK) kann der Farbumwandlungsdialog (Bildmenü: "Bild" > "Konvertiere mittels ICC Profil...") benutz werden. Wir duplizieren das kalibrierte IT8-Testchartbild und separieren wie beschrieben. Der Zielfarbraum gehöhrt in unserem Fall zu einer Offsetdruckmaschine. | Fotografisch (Perceptual) | Relativ Farbmetrisch (Relative Colorimetric) | Sättigung (Saturation) | Absolut Farbmetrisch (Absolute Colorimetric) |
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| ohne Schwarz- punkt- kompen- sation |
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| mit Schwarz- punkt- kompen- sation |
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Profilabhängig Farben werden gleichabständig übertragen Der Eindruck des Originalbildes wird auf dem Ausgabemedium nachgebildet. |
Profilunabhängig Farben welche innerhalb des Zielfarbraumes liegen werden 1:1übertragen, Farben ausserhalb des Zielfarbraumes werden auf den nächstliegenden Farbort im Zielfarbraum übertragen. |
maximale Farbsättigung, hat kaum praktische Bedeutung | Profilunabhängig wie Relativ Farbmetrisch Zusätzlich wird der Quell- auf den Zielweisspunkt transformiert. |
| Fotografisch | Relativ Farbmetrisch | Original | |
| mit Schwarz- punkt- kompen- sation |
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Die nebenstehende Zeichnung veranschaulicht nocheinmal das Schema. Die Übertragungsfunktionen Fotografisch und Relativ Farbmetrisch mit Schwarzpunktkompensation bilden alle Farben ab. Dabei nehmen diese Verfahren eine Komprimierung hin.
Relativ Farmetrisch ohne Schwarzpunktkompensation stellt alle Farben richtig dar. Farben, welche nicht im Zielfarbraum darstellbar sind werden auf dessen Hülle abgebildet. Die Farben laufen zu.
Alle diese Verfahren gehen von einen Normweisspunkt aus - D50. Er entspricht in idealisierter weise den Betrachtungsbedingungen in der Druckvorstufe. Absolut Farbmetrisch macht diese Annahme rückgängig und stellt den Original Weisspunkt dar. Dies wird zur Drucksimulation verwendet, da der Weisspunkt, oder Papierton, des zu simulierenden Papieres sonst an das Ausgabemedium einfach angepasst würde.
Softproof ist die Simulation der Farbausgabe eines Zielgerätes auf dem Monitor. CinePaint unterstützt mit Version 0.20 das Setzen eines Proofprofiles für ein beliebiges Bild. Das Bild erhält den zu simulierenden Farbraum (in diesem Beispiel "ISO Uncoated Yellowish") als ein zweites Profil, das Proofprofil.
Dieses Profil kann unter dem oberen Menü des Bildes, Menüpunkt "Bild" > "ICC Simulationsprofil zuweisen..." ausgesucht werden.| Original | Fotodrucker | ISO Uncoated Yellowish |
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| einige Originalfarben des IT8 Kalibrationscharts (innerhalb des hellumrandeten LStar-RGB unten) schauen aus dem farbigen Monitor- und grauen Fotodruckfarbraum heraus Mit Einbusen bei motivabhängig sehr satten Farben ist bei der Separation in den Druckfarbraum immer zu rechnen. |
Große Farbbereiche eines Fotodruckers (hellgrau) sind im Monitorfarbraum (farbig) nicht darstellbar. wenig geeigneter Farbraum für Softproof |
Fast alle Farben von "ISO Uncoated Yellowish" können im Monitorfarbraum (farbig) abgebildet werden. softproofgeeignet |
Um die Schwierigkeiten wie sie beim Softproof am Monitor entstehengen zu umgehen und dennoch keine aufwendige Endausgabe zu veranlassen, gibt es die traditionelle Methode des Simulationsdruckes auf einem farbmetrisch leistungsfähigeren Gerät (Fotodrucker) als dem Zielgerät (Offsetmaschine).
Die Vorteile liegen auf der Hand:Der Simulationsdrucker muss zunächst mittels eines Spektralfotometers kalibriert werden. Die dabei gewonnenen Farbmesswerte werden in ein Profil umgerechnet, welches anschließend im Profilpfad installiert wird. Das kann auch mit quelloffenen Werkzeugen geschehen. Haben Sie Zugang zu einem geeigneten Messgerät können Sie dies selbst tun. Gegebenfalls besteht auch die Möglichkeit jemanden damit zu beauftragen.
Dargestellt sind nebenstehend grau der Farbraum des Fotodruckers, die IT8 Testchartfarben, fotografisch übertragen in den "ISO Uncoated Yellowish" Farbraum (farbig). Die vorgesehene Simulations scheint ohne Deformationen des Farbraumes möglich zu seien. Alle Beispielfarben aus dem "ISO Uncoated Yellowish" Farbraum der idealisierten Offsetmaschine passen in den größeren Farbraum des Fotodruckers.
Zum Hardproof wird zunächst das zu druckende Bild in den Farbraum des zu simulierenden Gerätes gebracht. Dazu ist die im endgültigen Verfahren vorgesehene Übertragungsart zu benutzen.
Anschliesend wird das separierte Bild mit dem internen Druck-PlugIn auf dem lokalen Fotodrucker ausgedruckt.
Der Separations Dialog wird erreicht über das Bildmenü: "Datei" > "Drucken". Für die Übertragungsart wählen wir "Absolut Farbmetrisch" und belassen alle anderen Einstellungen. Als "Separationsprofil" ist nun das Proofprofil voreingestellt. Falls dies auf den Simulationsdrucker passt kann es zur Farbumwandlung genutzt oder muss neu ausgesucht werden.
Es ist wichtig, dass alle eingestellten Optionen denen während der Kalibration entsprechen. Davon ausgenommen sind Zoom, Positionierung und Papierformat. Stimmen die Optionen nicht überein, ist das über die Kalibration gewonnene Profil ungültig.
Damit sollte unser Bild ohne Farbverschiebungen aus dem Offsetfarbraum in den Farbraum des Fotodruckers durch littleCMS übertragen werden.
Mit Version 1.15 von littleCMS kann die Übertragung von Cmyk nach Cmyk unter weitgehender Beibehaltung des Schwarzaufbaues erfolgen. Ob dies Ihren Zwecken entspricht müssen Sie überprüfen.
Drücken Sie nun auf "Ja".
Es erscheint nach einiger Zeit das neue separierte Bild und anschliesend der Gutenprint Dialog.
Dort wählen wir unseren zum Farbprofil passenden Fotodrucker aus, platzieren das Bildrechteck auf der Seite und Drucken. Zu beachten ist das jede Veränderung an den farbrelevanten Einstellungen des Gutenprint Dialoges die Kalibrierung des Fotodruckers entwertet. Das erstellte Profil sollte immer mit den Einstellungen benutzt werden, welche während der Kalibration aktuell waren.
Ab der stabilen Gutenprint Version 5.0.0pre1 können Sie Dienstleister zur Profilerstellung in Anspruch nehmen. Gutenprint sollte dann für die bereits unterstützte Modelle keine Veränderungen mehr an der Farbformel vornehmen, so daß Sie beispielsweise von Version 5.0.0 nach Version 5.0.3 ohne Einbuße Ihres Profiles werden wechseln können. Für Druckereien in denen häufiger kalibriert werden muss spielt dies eine geringere Rolle. Eine Linearisierung wird zur Zeit nicht unterstützt. Falls dies erforderlich ist bitte eine email an mich schicken <ku.b at gmx.de>.
Die Farbraumdarstellungen enstanden mit dem Profil- und Farbraumbetrachter "ICC Examin". "ICC Examin" ist ein quelloffenes GPL Projekt und muss zur Verwendung mit CinePaint separat installiert werden. Das Programm ist auf meiner Seite www.behrmann.name erhältlich. Aufgerufen wird der Plug-in Teil in CinePaint über das Bildmenü: "Filter" ;> "ICC" > "Farben Betrachten" und "Farben Betrachten2" oder die Einträge "Bildprofil" und "Simulationsprofil" zur Profilbetrachtung. Diese Menüeinträge werden in einer späteren Version unter dem Bildmenü: Bild zu finden sein. Es erscheint jeweils ICC Examin mit unterschiedlichen Einstellungen und Inhalten, welche im folgenden näher erläutert werden.
Mit "Farben Betrachten" und "Farben Betrachten2" können Sie mit Hilfe der Rechteckauswahl Bildausschnitte analysieren. Veränderungen am Bild werden in der Ansicht kontinuierlich aktualisiert und können im Lab-Farbraum verfolgt werden. Dieser ist sehr gut der menschlichen Sehempfindung angepasst. Das tifft z. B. auf den RGB- und Cmyk-Farbraum weniger zu. Dort kann es zu verfälschten Eindrücken kommen.
Um das zu veranschaulichen, können können Sie jeweils die Gradienten für die in verschiedenen Farbräumen verfügbaren Farben darstellen.
Wenn Sie einen Gradienten zwischen 2 möglichst unterschiedlichen Farben erstellen, werden Sie für RGB-Farben eine gekrümmte Kurve erhalten und für Lab-Farben einen linearen Verlauf.
Dieser lineare Verlauf der Farbübergänge im Lab-Farbraum erlaubt Bilddarstellungen, die genauer dem natürlichen menschlichen Farbempfinden entsprechen.
Hier ein Beispiel:

CinePaint benötigt einige Einstellungen, welche es dem eingebauten Farbmanagementsystem erlauben, auf verschiedene Situationen wunschgemäß zu reagieren.
Die Einstellung der Suchpfade geschiet wie folgt:
Wählen Sie Menü "Datei" > "Voreistellungen...". Der Voreinstellungsdialog erscheint. Die Karteikarte "Verzeichnisse" erlaubt im Feld "ICC Profileordn." die Einstellung alternativer Suchpfade für ICC Profile. Standardgemäß werden systemweite Profile unter /usr/share/color/icc installiert, während benutzereigene Profile nach ~/.color/icc wandern.
Unter osX sollten Sie dort ":/Library/Color Sync/Profiles/Displays" und gegebenenfalls weitere Pfade ergänzen.
Das Standardbildprofil, Wähler: "Vermutetes Bildprofil:", erlaubt ein beliebiges Farbprofil als Quellfarbraum zu bestimmen. Für einen Scannarbeitsplatz kann dies z.B. das Scannerprofil sein, für eine Druckerei das hausinterne Offsetprofil, für die meisten Fälle ist jedoch sRGB als Standard anzusehen.
Darunter befindet sich der Wähler für den Arbeits-(Editier)farbraum. Hier sollte üblicherweise kein Gerätefarbraum ausgewählt werden. Dies ist nur unter speziellen Bedingungen notwendig.
Das Monitorprofil (Wähler: "Monitorprofil:") sollte zu ihrem derzeitigen Arbeitsplatz passen. Für den Softproof ist ein mit der verwendeten Grafikkarten/Monitor Kombination erstelltes Profil hier auszuwählen. Diese Einstellung ist leider nicht netzwerktransparent.
Das "Simulationsprofil:" dient für die Simulation anderer Geräte auf dem Monitor und als Separationsprofile beim Druck / Proof.
Die Einstellung "Übertragungsfunktion:" wird im Abschnitt Druck erläutert.
Weiter unten empfiehlt es sich "Farbmanage neue Bilder" zu aktivieren. Andernfalls wird die Ansicht nicht sofort farbkorrigiert.
Dies sollte zunächst genügen.
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[27. November 2006 : Version 2.1]